Concours international de piano d’Orléans

 

Der Concours international de piano d’Orléans hat eine Liste von zeitgenössischen Werken für das Solo Halbfinale des 62. Internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni zusammengestellt.

Die Partituren der zeitgenössischen Werke finden Sie hier > www.oci-piano.com/en/concours-busoni-2019/ 

 

 

Die Werke 

 

Thomas Adès (UK): Mazurkas for piano op. 27 (2009)

ca. 8 min.

Editions Faber Music UK

 

Régis Campo (France): Hommage à Georges Cziffra (2009)

ca. 8 min.

Editions Lemoine

 

Philippe Schoeller (France): Prélude 1 - Omaggio a Cy Twombly & Prélude 3 - Ritualis Vincent van Gogh (2018)

ca. 8 min.

Editions Artchipel

 

Mikel Urquiza (Spain): Contrapluma (2016)

ca. 6 min.

Editions Suvini Zerboni

 

Lorenzo Pagliei (Italy): Uno: Courbes (2005/2006)

ca. 6 min.

Editions Suvini Zerboni

 

Deqing Wen (China): Love Song, River Chant (2006)

ca. 9 min.

SME Editions – Mauro Ursprung

 

Augusta Read (USA): Two Thoughts about the piano (2017)

ca. 5 min.

Editions Nimbus Music Publishing

 

Olga Neuwirth (Austria): Trurl-Tichy-Tincle for piano (2016)

ca. 9 min.

Editions Ricordi Berlin

 

Bettina Skrzypczak (Poland): Daphnes Lied (Daphne’s Song) (2002)

ca. 9 min.

Editions Ricordi Berlin

 

Francesco Filidei (Italy): Berceuse (2018)

ca. 6 min.

Editions Ricordi Milano – Annamaria Macchi

 

Alex Nante (Argentina): Invocation (2017)

ca. 8 min.

Editions Durand Salabert Eschig – Isabella Vasilotta

 

Philippe Manoury (France): Nouvelles études: Vitesses paradoxales / Suspensions – Effondrements (2017)

ca. 8 min.

Editions Durand Salabert Eschig – Isabella Vasilotta

 

 


 

Ferruccio Busoni war zeit seines Lebens ein Vordenker und Vorkämpfer für das Neue und das Unentdeckte. Das Klavierspiel war dabei nie ein Selbstzweck sondern ein Instrument seines Forschergeistes. Diesem Geiste ist auch das Repertoire des Internationalen Klavierwettbewerbes Ferruccio Busoni verpflichtet, das der Musik unserer Zeit einen gebührenden Platz einräumt. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Orléans Concours International, der sich in hervorragender Weise der Klaviermusik des 20. und 21. Jh. widmet, haben die 27 Finalisten der 62. Ausgabe des Internationalen Klavierwettbewerbes Ferruccio Busoni die Wahl zwischen 12 neuen Werken für Klavier solo von großer ästhetischer Bandbreite und unterschiedlichsten Anforderungen. Die Auseinandersetzung mit der Musik eines breit gefassten Gegenwartsbegriffes ist ein fundamentales Charakteristikum für einen Interpreten auf der Höhe seiner Zeit. Die Partnerschaft zwischen dem Orléans Concours International und dem Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni will dafür eintreten!

 

Peter Paul Kainrath

Internationaler Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni  

Künstlerischer Leiter

 


 

Der Concours international de piano d’Orléans ist ein von Françoise Thinat ins Leben gerufener französischer Klavierwettbewerb, dessen Hauptaugenmerk auf dem Repertoire des 20. und 21. Jahrhunderts liegt. Höchstes künstlerisches Niveau und stetige Innovation sind maßgeblich für alle Aktivitäten des OCI, zu denen neben dem Concours international de piano auch der Concours international de piano junior "Brin d’herbe“, CD-Einspielungen, Auftragsarbeiten für KomponistInnen von internationalem Rang und die Förderung junger, aufstrebender KomponistInnen gehören. Außerdem begleitet und unterstützt der OCI seine PreisträgerInnen im Fortlauf ihrer Karriere mit der Organisation von Konzerten, Meisterklassen, Konferenzen und anderen Veranstaltungen rund um das zeitgenössische Klavierrepertoire. Das Wettbewerbsprogramm des alle zwei Jahre stattfindenden Concours international de piano d'Orléans ist seit der ersten Ausgabe 1994 ausschließlich mit Werken bestückt, die ab 1900 komponiert wurden, von KomponistInnen wie Xenakis, Ligeti, Messiaen, Debussy, Casella oder Fauré.

Seit der dritten Ausgabe des Wettbewerbs wird auch ein Kompositionspreis vergeben: Der Prix André Chevillion-Yvonne Bonnaud wird unter der Schirmherrschaft der Fondation de France an TeilnehmerInnen am Klavierwettbewerb verliehen, welche auch kompositorisch tätig sind, oder an KomponistInnen eines Werks, das von WettbewerbsteilnehmerInnen in Auftrag gegeben wurde. Mit diesem Preis soll die Entwicklung im Feld der zeitgenössischen Musik und der Austausch zwischen PianistInnen und KomponistInnen gefördert werden. Dass er viel bewirken kann, zeigte sich bereits im ersten Jahr der Verleihung: Die Werke der Preisträgerin Unsuk Chin, einer koreanische Komponistin, gehören mittlerweile zum Standardrepertoire der zeitgenössischen Musik.

2019 wird der Concours international de piano d’Orléans wiederum mit dem Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni zusammenarbeiten, eine Kooperation, die dank der World Federation of International Music Competitions entstanden ist, welche die prestigereichen Musikwettbewerbe untereinander vernetzt. Für das Programm des 62. Busoni Wettbewerbs haben wir eine Liste von Werken zusammengestellt, die zwischen 2000 und 2018 entstanden sind – Kompositionen für akustisches, nicht präpariertes Klavier. Mit großer Sorgfalt haben wir eine Auswahl aus den Werken getroffen, welche in den letzten Ausgaben unseres Wettbewerbs oder im Rahmen der PreisträgerInnenkonzerte zur Aufführung kamen und jenen, die für den Chevillion-Yvonne-Kompositionspreis nominiert waren. Wir haben versucht, die Mannigfaltigkeit des gegenwärtigen kompositorischen Schaffens möglichst vollständig zu repräsentieren.

Wir wünschen den Kandidaten, die sich auf diese musikalische Reise begeben, viel Glück! Und dem Busoni Wettbewerb wünschen wir eine unvergessliche 62. Ausgabe!

Der 14. Concours international de piano d’Orléans wird im April 2020 stattfinden; die Wettbewerbsbestimmungen werden ab Januar 2019 auf der Webseite www.oci-piano.com veröffentlicht.

 

Isabella Vasilotta

Concours international de piano d’Orléans

Künstlerischer Leiter

 

 

 

Archiv

 

Zeitgenössisches Repertoire 2017